Brustvergrößerung: Eigenfett oder Implantate?

Viele Frauen träumen von einer üppigen Brust. Wer nachhelfen will, kann sie entweder mit Implantaten oder mit Eigenfett vergrößern lassen. Lesen Sie im folgenden Artikel, wie die beiden Varianten sich unterscheiden und welche Vorteile sie bieten.

BRUSTVERGRÖßERUNG MIT IMPLANTATEN - FLEXIBLE GESTALTUNG MIT SILIKON

Über 1.860.000 Frauen ließen 2018 weltweit ihre Brust vergrößern. Die am meisten verbreitete Methode bleibt das Einsetzen von Implantaten. Zwei Drittel der Patientinnen wählten sie. Allein in Deutschland wurden 2018 über 65.000 Schönheitsoperationen zur Brustvergrößerung durchgeführt.

Implantate zur Brustvergrößerung blicken auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1962 nutzten zwei plastische Chirurgen aus Texas Silikonkissen. Die heutigen Implantate unterscheiden sich je nach Zweck in ihrer Form, Größe und Material. 

 

Der größte Vorteil von Implantaten ist der große Spielraum bei Form und Volumen. Es sind sowohl kleine als auch große Korrekturen möglich. Zudem gelten moderne Silikonkissen als stabil und auslaufsicher. 

 

Trotz ihrer guten Verträglichkeit bleiben die Implantate jedoch Fremdkörper. Zum einen können sie genauso wie Hüftprothesen oder künstliche Gelenke verrutschen. Zum anderen bildet das Immunsystem eine Gewebeschicht rund um das Kissen. Wird diese Schicht dick und fest, sprechen Mediziner von einer Kapselfibrose. 

 

Zirka zehn Prozent der Patientinnen sind nach einer Brust-OP davon betroffen. Im schlimmsten Fall, wenn die Schmerzen zu stark sind, muss der Chirurg die Implantate entfernen.

 

Nach dem Einsetzen eines Brustimplantats dauert die Heilung ein bis zwei Monate. Während dieser Zeit müssen Patientinnen Anstrengungen vermeiden. Die erste Tage nach der OP ist die Brust zudem geschwollen und vor allem im Narbenbereich schmerzempfindlich.

SILIKONIMPLANTATE

Silikonimplantate bestehen aus einem Kohäsivgel mit verschiedenen Festigkeitsstufen. Sie gelten als widerstandsfähig und laufen selbst bei Rissen nicht aus. Ihre Lebensdauer beträgt 10 bis 20 Jahre. Nach wie vor gelten sie als Mittel der Wahl bei Brustvergrößerungen.

 

Sogenannte B-Lite Brustimplantate sind ebenfalls aus Silikon. Jedoch enthalten sie auch kleine Luftblasen. Damit reduziert sich ihr Gewicht bei gleichem Volumen. Dadurch behält die Brust länger ihre Form. Zudem bieten sie einen höheren Tragekomfort. Sie eignen sich besonders für Frauen mit einem schwachem Bindegewebe.

IMPLANTATE MIT KOCHSALZLÖSUNG

Mit einer Kochsalzlösung (Saline) gefüllte Implantate gewannen vor allem in den 90ern an Popularität. Zu dem Zeitpunkt glaubten einige Wissenschaftler, dass Silikon krebserregend sei. Inzwischen ist diese These widerlegt. Aus diesem Grund werden sie nur selten eingesetzt.

 

Implantate mit Kochsalzlösung können auslaufen. Die Flüssigkeit ist aber ungefährlich und wird vom Körper resorbiert. Dennoch verliert die Brust zum Teil deutlich an Volumen. In diesem Fall ist eine erneute Operation notwendig.

ZWEI-KAMMER-KISSEN IMPLANTATE

Diese Implantate verbinden die gute Formbarkeit der Silikonimplantate mit der risikoarmen Kochsalzlösung. Die äußere Hülle aus Silikon wird mit der Saline gefüllt. Dadurch lässt sich das Volumen nach dem Einsetzten flexibel bestimmen.

BRUSTVERGRÖßERUNG MIT EIGENFETT - KEIN FREMDMATERIAL UND NATÜRLICHES AUSSEHEN

In anderen Bereichen der ästhetisch-plastischen Chirurgie nutzen Ärzte seit einigen Jahrzehnten Eigenfett, zum Beispiel um Narben zu behandeln. Der plastische Chirurg Kotaro Yoshimura unternahm als Erster ab 2003 in Japan die ersten Versuche, körpereigene Fettzellen in die Brust zu injizieren. 

 

Das verwendete Fettgewebe stammt vom Bauch, vom Gesäß oder vom Oberschenkel. Der Chirurg entnimmt es mit einer Kanüle und spritzt es anschließend in die Brust. Die dafür nötigen Einschnitte sind maximal ein Zentimeter lang.

 

Die Brust erholt sich nach einer Brustvergrößerung mit Eigenfett wesentlich schneller als bei dem Einsetzen von Implantaten. Dennoch sind während und nach der Fettabsaugung Komplikationen möglich, wenn auch selten. Dazu zählen Schwellungen und Einblutungen an den Einstichstellen.

 

Die mit Eigenfett gefüllte Brust fühlt sich natürlich an, die Zunahme ist zudem dauerhaft. Jedoch ist eine Vergrößerung über eine Körbchengröße mit dieser Methode nicht möglich. Nur 60 bis 80 Prozent des Fettgewebes bleibt nämlich in der Brust, den Rest baut der Körper ab.

 

Zudem ist die Technik nicht für sehr schlanke Patientinnen geeignet. Es müssen nämlich genug Fettdepots vorhanden sein, um die nötige Menge an Gewebe entnehmen zu können.

FAZIT

Eine Brust-OP mit Implantaten lässt viel Auswahl, was die Form der Brust und die Endgröße angeht. Sie ist unabhängig vom Körperbau und von der Brustform möglich. Sie bleibt daher die bevorzugte Wahl für Frauen, die ihre Brust um mehr als eine Körbchengröße vergrößern möchten.

 

Jedoch müssen Patientinnen mit sichtbaren Narben leben und nach 10 bis 20 Jahren die Implantate austauschen lassen. Zudem besteht das Risiko einer übermäßigen Abwehrreaktion in Form einer Kapselfibrose.

 

Bei einer Brust-OP mit Eigenfett treten Nebenwirkungen viel seltener auf. Auch ist die Heilung nach der OP schneller und das Ergebnis natürlicher. Diese Technik eignet sich jedoch nur für Frauen, die sich eine moderate Vergrößerung wünschen und über genug Fettgewebe verfügen.

 

Kontaktieren Sie uns und wir beraten Sie gerne in einem Erstgespräch, welche Methode für Sie geeignet ist - unverbindlich und kostenlos.


Informieren Sie sich weiter zum Thema Brustvergrößerung.

© 2019 by BrnD!NG für Dr. Frank Schneider-Affeld

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